Hamburg-Ottensen: Shop or die

Im Magazin STERN konnte man vor einiger Zeit ein paar Zahlen über die Veränderung des Konsumverhaltens der Deutschen bezüglich deren Ausstattung mit Produkten der Textilindustrie lesen: Nach statistischen Erhebungen des Bundesverbands der Oberbekleidungsindustrie hat sich der Verkauf von Oberbekleidung, Unterwäsche und Schuhen in Deutschland seit 2002 fast verdoppelt!  Es handelt sich hier nicht um geldwerte Umsatzsteigerung, sondern um die Anzahl verkaufter Bekleidungsstücke und Schuhe – und zwar unabhängig davon, wie werthaltig die einzelnen Produkte waren.  In einer korrespondierenden demoskopischen Untersuchung wurde festgestellt, dass etwa 40% der gekauften Produkte niemals getragen wurden – sie landeten sofort in den hintersten Ecken des Kleiderschranks, bei der Kleidersammlung, im Second-Hand-Laden oder sogar direkt in der Mülltonne.  Auch hier: Es besteht kein Unterschied zwischen dem 5er-Pack T-Shirts für 10€ bei H&M, Lidl oder Takko einerseits und dem edlen Unikat-Kleidchen für 350€ bei der Ottenser Boutique Ephemere.

Der Kauf von Bekleidungsprodukten scheint sich also zunehmend von seiner ursprünglichen Gebrauchswert-Bestimmung zu lösen: Es geht beim Kauf von textilen Asseccoires nicht mehr vorrangig darum,  sich zweckmäßig,  vorteilhaft und „modisch“ zu kleiden – selbst der Besitz eines großen Haufens textiler Produkte scheint keinen großen Distinktionsgewinn mehr zu versprechen. Es geht um den Kauf-Akt als solchem:  Dem Shopping-Event kommt inzwischen die Funktion eines sozialen Ereignisses, einer sinngebenden Selbstinszenierung des modernen Konsumenten zu – ganz nach dem Werbe-Motto des aufstrebenden Textilkonzerns ZARA:  „Bei diesem Super-Angebot:  Entriegeln Sie Ihre Kreditkarte! Sofort!“

Nun ist das alles nix Neues-die altkonservative wie linke Kulturkritik arbeitet sich seit Jahren an der Verwandlung des homo oeconomicus in eine bewusstlose, dem Kauf-Akt unterworfene Warenmonade ab.  Wer allerdings im vergangenen Weihnachts-Geschäfts-Trubel mit offenen Augen durch die Einkaufsstraßen der Städte gegangen ist, musste neidlos feststellen:  Hier kommt  die Masse der Menschen zu sich selbst – der Austausch von Geld gegen Produkte von –meist zweifelhaftem – Gebrauchswert scheint inzwischen eine Tätigkeit zu sein, die das Lebensgefühl  dieser Menschen authentisch ausdrückt. Dagegen ist wenig zu machen.  Eine vierköpfige deutsche Familie bewahrt inzwischen durchschnittlich etwa 10.000 Dinge in ihrem Wohnbereich auf.  Glaubt man nicht? Zählt mal nach!

Kaufrausch und Gentrifizierung in Ottensen

Der eventorientierte Konsument braucht seine Hotspots.  Die Dinge  müssen in einem angenehmen, großzügigen und verkaufsfreundlichen Umfeld an den Mann (und bei textilen Produkten vor allem an die Frau) gebracht werden.  Der Prozess der Unterwerfung des sozialen Umfelds unter die Bedürfnisse des Kauf-Akts ist in Ottensen –und zunehmend auch im Zentrum Alt-Altonas- im Wesentlichen abgeschlossen. Neben den gefühlt etwa 100 Schuhläden ist die Ottenser Hauptstraße zwischen Bahnhof und Spritzenplatz vollständig von den großen Textil-, Schuh-, Optik- und Restaurationsketten okkupiert; selbst die mittelständischen Bäckereiketten konnten die horrenden Mieten für Geschäftsräume nicht mehr bezahlen und mussten aufgeben. Mehr als 10 Wohnungen gibt es in diesem Teil der Straße nicht mehr.  Der letzte Kiosk am Spritzenplatz musste der unsäglichen Stiefelettchen-Boutique LoveBoots weichen, im alten Buch- und Plattenantiquariat ZARDOZ verkauft seit Jahren die CoffeeHouse-Kette BALZAC ihren Latte für 3,80€. Das Kauf-Publikum in diesem Teil Ottensens ist wesentlich Laufkundschaft:  Nahe am Bahnhof Altona befriedigt hier der Pinneberger, Elmshorner, Bahrenfelder und Luruper Mensch auf dem Weg von und zur Arbeit seine Shoppingbedürfnisse – Massenware, Schnäppchenpreise („Sale!! Bis 80%!!“).   Als sozialer Raum für Begegnung und Kommunikation ist dieser Teil des Stadtteils tot – selbst die Punks vom Spritzenplatz fühlen sich an ihrem Stammplatz nicht mehr wohl und suchen sich andere Orte.

Für die weitere Ausweitung des  Kauf-Raums Ottensen bestehen allerdings für die Global Players objektive Hindernisse. Der Stadtteil ist verwinkelt, die Verkehrsverhältnisse sind für An- und Ablieferung nicht optimal, es dominieren 3-4-stöckige Wohnhäuser mit kleinen Geschäften und Dienstleistungsbetrieben im Erdgeschoss und  Hinterhof – dem Abriss und großzügigen Neubau von ebenerdigen Verkaufsflächen stehen oft rechtliche oder bautechnische Hindernisse im Wege.  Nachdem nun der Bedarf an Bars, Restaurants, Lounges,  Cafés und Friseurläden in Ottensens „Shoppingambiente“ bei weitem gedeckt ist,  kann man seit 3-4 Jahren eine weitere Entwicklung feststellen.  Die strukturelle Angebotspalette im Segment der kleinen Läden und Dienstleistungsbetriebe verändert sich rasant:  Es dominiert inzwischen die  „Boutiquenkultur“ – der Stadtteil wird überschwemmt  von teuren Klamottenboutiquen, Weinboutiquen, Asseccoire-Läden, Schuh-Lounges, Kleinst-Cafés, Koch-und Küchenstudios etc. – oft verbunden mit dem Verschwinden traditioneller Ottenser Geschäfte und Dienstleister.  Konzeptionell bedient dieses sich ausweitende Segment die Shoppingbedürfnisse einer „gehobenen“ Klientel, die nur teilweise in Ottensen beheimatet ist – es ist die geldbesitzende Klientel des gesamten  Hamburger Westens, die hier –in uriger Atmosphäre- ihren Kaufbedürfnissen  nachgehen soll.  Produktangebot und die Preisgestaltung entsprechen inzwischen durchaus dem Kreditkartenparadies, das man in der Blankeneser Bahnhofsstraße vorfindet. Die gesetzlich vorgeschriebene Preisauszeichnung für Schaufensterware umgehen solche Läden häufig durch fast unlesbare Kleinstlabels, die man nur mit einer guten Lesebrille entziffern kann – der gut betuchten Klientel scheint’s egal zu sein: Hier spielt der Preis eh keine Rolle.

Die Geschäftsgrundlage dieser hochpreisigen Boutiquen scheint häufig prekär – in den Läden sind oft tagelang wenig Kunden anzutreffen;  die grünrosa grundierte Winterjacke mit Kunstpelzapplikationen, die im Schaufenster der Boutique SU für 495 € als Sonderangebot beworben wird,  ist wohl nicht so der Renner. Mag sein, dass viele dieser Läden einem ökonomisch-sozialen Hintergrund  entspringen, der für den reichen Hamburger Westen nicht untypisch ist: Der geldschwere Othmarscher Steuerberater schenkt seiner Frau eine Boutique, damit sie nicht gelangweilt in der Villa rumhocken muss:  Bei gemeinsamer Steuerveranlagung kann man dann per Verlustvortrag  das negative Einkommen der Ehefrau steuermindernd geltend machen.  Es ist allerdings die Frage, ob der Ottenser Normalbevölkerung  auf die Dauer der Anblick dieser frustrierten Tussen zugemutet werden sollte, die den ganzen lieben langen Tag mit Rotweinglas und Magengeschwür im Gesicht vor ihrer leeren Budike sitzen und mit ihrer schlechter Laune den Menschen ihren schönen Tag zu vermiesen versuchen.

Eine Konsequenz hat die „Edel-Boutiquisierung“ Ottensens auf jeden Fall:  Die enorme Steigerung der Mietpreise für kleine gewerbliche Objekte:  Beispiele für eine Verdopplung oder Verdreifachung des Mietzinses nach Auslauf des Gewerbemietvertrags gibt’s eine ganze Menge. Es ist ja nicht so, dass in diesem Stadtteil kein Bedürfnis nach kleinen Läden für alltägliche Dinge und Dienstleistungen mehr besteht:  Der Eisenwarenladen, Blumengeschäfte, Kioske, Kurzwarenläden,  ja: auch Dönershops und Pommesbuden, Second-Hand-Shops, Kindercafés,  Antiquariate, Fahrrad-Reparaturläden, ein gut sortierter türkischer Gemüseladen,  Tauschläden, Musikinstrumenteläden, Bürgertreffs,  Klempner-, Maler-, Elektriker-Dienstleistungen …….es gibt immer weniger davon im Stadtteil.  Die Boutiquenkultur  führt offensichtlich –neben der exorbitanten Erhöhung der Gewerbemieten für kleine Läden- zu einem virtuellen „Leerstandssyndrom“  im Bereich der Ladengeschäfte:  Eine 50qm-Boutique, die an einem normalen Einkaufstag nur von etwa 3 kaufwilligen Kunden besucht wird, steht eben unter ökonomischen und sozialen „Gebrauchswert-Gesichtspunkten“  dem allgemeinen Publikum nicht mehr zur Verfügung – sie konstituiert leeren Raum, Verschwendungsökonomie, soziale museale Ödnis.

Was tun? Die klammheimliche Freude bei Teilen des Ottenser Publikums, die die Demolierung von Fensterscheiben bei ausgesuchten, besonders ekelhaften Gentrifizierungsobjekten auslöst, mag temporär emotionale Entlastung bringen – auf die Dauer bringt das wenig. Auf der administrativen Ebene ist ebenfalls wenig zu machen. Wir sollten einfach mal die Augen aufmachen: Der Verdrängungsprozess läuft vor unseren Augen ab.  Vielleicht helfen exemplarische Aktionen wie in St. Georg: Der verdrängungsbedrohte traditionelle Buchladen wurde dort durch vielfältige Aktionen der Wohnbevölkerung unterstützt – am Ende stand eine erfolgreiche Verhinderung der Vertreibung aus dem Stadtteil. Das Immobilienspekulationsgewerbe hat die Sache sicherlich zur Kenntnis genommen.

Boutiqenlandschaft Ottensen: Ein paar ausgesuchte Exemplare:

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Hier war mal ein Blumenladen. Der Immobilienmakler hängte während der Umbauarbeiten ein Schild ins Fenster: „Hier entsteht ein stadtteilorientierter Laden für Waren des täglichen Bedarfs“. Es handelt sich um einen Laden mit völlig überteuerten Holzspielzeug-Unikaten für die Ottenser Anthropop-Kiddies. Keine Preisangaben im Schaufenster, Kundenfrequenz geht gegen Null.

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Der Edel-Second-Hand-Laden: Hier können die untragbaren Fähnchen aus anderen Ottenser Boutiquen in Zahlung gegeben werden.

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Der Herrenausstatter für den schwulen gehobenen Mittelstand. Einfache Hosengürtel ab 70  €. Der Laden hat effektiv keine Kundschaft.

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Sonderangebot! Ein hässliches grün-lila Fred-Perry-T-Shirt für 120 €.

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Früher die Boutique für die modebewusste schwangere Frau ab 35. Nachdem die Ü35-Schwangeren alle ihre Kinder ausgetragen haben, jetzt auch Angebote für das normale weibliche Publikum.  Das rot gemusterte Kleidchen für 199 €.

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Hier konnte sich die Ottenser Bevölkerung seit 50 Jahren die Messer schärfen lassen, Schneidwerkzeuge und Gaspistolen kaufen. Schluss damit: Wir ahnten schon, was aus dem urigen Laden werden wird: Eine Damenmodeboutique zieht ein!

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SALE!! Die hässlichen Schuhe im Schaufenster: Nur 200 € !

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DAS angesagte Küchenwerkzeug für den Küchenblock der DINKS-Wohnung in der Arnoldstraße: Ein handgeschmiedetes Fleischmesser für nur 300 €!!! Angeboten im Küchenstudio in der Ottenser Hauptstraße. SALE!!!

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Über diesen Laden ist alles gesagt. Das Investitionskapital scheint aufgebraucht: Seit einem Jahr werden die zerdepperten Fensterscheiben nicht mehr erneuert. Hoffen wir auf rasche Insolvenz. Kundenfrequenz: Minimal.

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Hier hat bis vor kurzer Zeit Tchibo seine Remittenden weit unter Einstandspreis verkauft – eine gern genutzte Einkaufsquelle für den ärmeren Teil der Ottenser Bevölkerung. Nun also SU: Eine „Edelboutique“ mit Jacken ab 395 €.

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Handgestrickte Wollmützen im Hinterhof. Ab 65 €. Was werden die armen Leute nur im Sommer verkaufen? Keine messbare Kundenfrequenz.

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OAK : Die Boutique für „junge und junggebliebene modische Leute“ – die T-Shirt-Preise oszillieren so um die 75 €.

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Eine neue Geschäftsidee für Leute, die zu blöd zum Kochen sind: Hier kann man portionsweise sämtliche Grundlebensmittel und Zutaten für ein Menü (incl. Kochanleitung für Dummies) kaufen – die Sache kostet pro Person zwischen 7 und 11 € – ein Mittagsmahl für die kaufkräftige Ottenser Mittelstandsfamilie kommt dann schnell auf 35-50€, den Zeitaufwand fürs Kochen nicht eingerechnet.

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Über rantanplan102

Rantanplan102 macht Musik. Er interessiert sich für Kultur, Literatur, die sozialen und politischen Verhältnisse und natürlich für die Musik. Er liebt die große wilde Natur. Er fühlt sich der internationalen nicht-autoritären Linken verbunden. Er ist zu erreichen unter bluebossa38@gmail.com
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12 Antworten zu Hamburg-Ottensen: Shop or die

  1. Susanne Stoltzenberg schreibt:

    Wer solche Artikel ins Internet stellt sollte sich vorher ein wenig informieren.
    Es grenzt an übler Nachrede was hier teilweise zum Besten gegeben wird.
    Zu jedem Laden weiß ich nicht Details, aber das Tschibo Restmarkt raus ist, lag an Tschibo, die die notwendigen Brandschutzmaßnahmen nicht nachrüsten wollten, es war Ihnen zu teuer.
    Der Messerladen in der Ottensener Hauptstraße ist geschlossen worden, da die Betreiber in Rente gegangen sind, die Vermieterin nimmt keine Wuchermiete und einziehen wird eine Boutique von einen kleinen seit über 25 Jahren bestehenden Hamburger Modelabel,
    die Frauenmode machen(also keine Herrenboutique!!!!).
    Was die Wuchermieten angeht kann ich nur sagen dass ich als Anwohner genauso darüber erbost bin. In der Holländischen Rheihe mußte gerade der Nahkauf aufgeben, da die Miete viel zu teuer wurde.
    LG Suse

  2. Birgit Lakke schreibt:

    Das ist ja nun einmal ein ganz toller Artikel! Wer hat den geschrieben?
    Nun sollen wir traurig sein, dass Tchibo’s Billigfiliale, Tchibo, wohlgemerkt eine Riesenkonzern, der unter sehr fragwürdigen Bedingungen seine Waren produzieren lässt, schliesst? Und wir dürfen uns nicht über ein handwerkliches Meisterwerk wie ein handgefertigtes Messer freuen, mit dem ein Handwerker seine Familie ernährt? Tchibo produziert ja natürlich auch Messer, die benutzen wir und werfen sie dann weg, waren ja billig. Und der Messerschleifer, der seinen Betrieb dicht machen kann, weil keine Kunden mehr kommen?
    Das ist eine sehr kurzsichtige Betrachtung der Veränderungen in unserem Stadtteil. Waren Sie bei den aufgeführten Ladeninhabern und haben mit ihnen gesprochen?
    Ich kenne einige von ihnen und weiß, unter welchen Mühen und Opfern hier versucht wird, eine Existenz aufzubauen.
    Fangen Sie bei den Hauseigentümern und den überhöhten Mieten an, die ein falsches Klientel anziehen. Und nicht bei den redlichen Leuten!

  3. Claudia schreibt:

    Meine Meinung: der Stadtteil ändert sich, auch ich freue mich auch nicht über die neuen teuren Eigentumswohnungen die mir die Sicht aus dem Fenster versperren. Und viele Dinge finde ich auch nicht in Ordnung, aber wir werden auch älter und die Gesellschaft ändert sich. Und auch unser Stadtteil. Der uns ja nicht alleine gehört. Es gibt ja noch die Motte und viele Inis. Die Fabrik und Zeisekino.Aulman und Krüger verkauft auch noch einzelne Schrauben, es gibt neue Strickläden und früher gab es Kaufhäuser die es nicht mehr gibt. Kopierladen statt Drogeriemarkt, Mercado statt Hertie aber war alles immer so toll ? Es gibt tatsächlich weniger Boutiquen wie früher, die die unabhängige Mode verkaufen. Viele Boutiquen haben pleite gemacht, weil die Ketten jetzt überall Billigware verkaufen. In den 70er Jahren gab es mehrere Boutiquen in der großen Bergstraße. Und im Frappant. Das waren witzige Läden, die Mode verkauft haben. In der Ottenser Hauptstraße und in der Bahrenfelder war nichts schick, das war die moderne Bergstraße. In Ottensen auf unserer Seite war ein Dauerflohmarkt vor Hertie, Wohnungen mit Ofenheizung und Klo auf dem Flur, Fischfabriken und vielen kleine Gewerbe. Drogen und Junkies in allen Hauseingängen. Wie würdet ihr es finden wenn eine Tischlerei im Hof, eine Autoselbsthilfe und ein frühes Kreischen der Motorsäge euch aus dem Bett reißt ? Junkies in allen Treppenhäusern. So bin ich aufgewachsen. Früher Rosig Keks heute Nickels.
    Ja mir paßt auch nicht alles, aber einige der Läden die im Blog angegriffen werden finde ich nicht schlecht. Und das sind eben keine Ketten. Neben dem Schaukelstuhl der Küchenladen, gute Qualität.Tischlerei im Hinterhof. Ganz schön mutig finde ich die.-, auch das Kochhaus finde ich gar nicht schlecht. Und das ist auch mutig, so einen Laden aufzuziehen. Und wenn man sich nur Ideen holt, und dann auf dem Markt die Zutaten kauft. Ja der Markt, der ist ja auch noch da. 4 x die Woche..den Griechen gibt es schon immer.
    Ein kleines Unternehmen zu haben, Verantwortung für Mitarbeiter und etwas entwerfen und Herstellen. Wo ist der Unterschied ob es Mode ist oder ein Sofa. Hoffentlich gut für alle, wenn Kunden kommen und kaufen.Qualität kostet eben und geht aber auch nicht so schnell kaputt. Gute Ware kostet gutes Geld. Das war schon immer so. Junge Leute wollen billige schnelle Mode, schlau kaufen ist Qualität und wenig gute Sachen die lange halten. Nachhaltiger. Hat mit Geld nichts zu tun, ein Teil kann auch lange überleben, wenn es gut gefertigt ist. So haben unsere Eltern gekauft: gute Ware und immer behalten, ist nicht kaputt gegangen, war immer noch gut. Wegwerf ist heute. Warum findet Ihr Second Hand schlecht ? Das ist doch auch nachhaltig. Im Viertel ist ja Platz für alle, oder wer bestimmt das ? ..Bunte Mischung, je länger ich überlege, je mehr Beispiele von Kleinunternehmern fallen mir ein. Aber nur weil ich ne ältere Frau bin, muss ich ja nicht alles doof finden, nur weil die Jungen das gut finden. Und ehrlich gesagt: wenn ich morgens um 8 Uhr im Mercado einkaufe sehe ich nur alte Leute und auf den Bänken Gruppen von Südländern in Schaaren ,alle alt. und auf dem Weg zur Moschee Familien, daneben der Fischimbis alles mischt sich…die Welt dreht sich weiter und wir bleiben stehen ???? noch einen Bäcker und Friseur brauche ich nicht, es sei denn ein echt toller Bäcker mit echt guter Ware…selbstgemacht und Qualität…also nicht nur Lattemuttis
    Zu Love Boots. Klar es war unklug vom Vermieter, den schönen Platz gegenüber der Haspa nicht als Kaffee oder Kiosk wieder zu vermieten. Der Bäcker Backhus war auch gut besucht. Angeblich hatte der Türke trotz Gewinn keine Miete bezahlt, aber da ist auch die Telekom mit dem Laden und das wäre auch besser als Gastrofläche, früher Daniel Wischer der leider nicht gut genug lief. Wenn ich ein Haus erben würde, gemeinsam mit meinen Schwestern und wir haben nicht viel Geld, keiner von uns. Wie würden wir uns entscheiden ?
    Im Mercado: jeder Stand zahlt eine hohe Miete, manche schaffen es nicht.
    Es gibt noch die Guten im Viertel: der Lederladen, der Fotoladen, der Buchladen der Papierladen und der Weinladen und der Druckladen und viel unabhängige kleine Unternehmer. Vinni mit seinem Kiosk und 2 Ökoschuhläden- Strickladen und viele Imbisse, Kneipen Restaurants…eine bunte Vielfalt und wenn dann Leute aus Pinneberg und Othmarschen hier ins Viertel kommen: das war schon immer so…da ist nämlich nichts los !
    Bergstraße war nur 1€ Shop und Spielhalle, Sportbars und ganz fruchtbare Billigklamotten und Schuhe die bestimmt nicht unter den besten Bedingungen hergestellt werden…also…alles hat 2 Seiten
    Und wenn dann noch ne kleine Boutique dazukommt eine eigene Marke entwirft und näht und jemand sein Glück versucht…und keine Kette….finde ich das besser als H&M und Zara und in die Marktstraße bin ich ja auch gern mal zum bummeln.
    mit der Bitte um Gegendarstellung.
    uAwg

    • rantanplan102 schreibt:

      Liebe Claudia, Birgit und Susanne,
      Meine kleine Betrachtung über die Entwicklung des „Kaufraums Ottensen“ hat vielfältige Reaktionen ausgelöst. Eine Menge Zustimmung (,…solche Gedanken habe ich regelmäßig, wenn ich durch Ottensen laufe…), häufig Resignation (…da kann man sowieso nix mehr dran ändern…), aber auch kritische Anmerkungen und manchmal Pöbelei. Ein interessantes Detail: Die Zustimmung war meist männlich, die Kritik (fast) ausschließlich weiblich. Auf eure Kritik will ich kurz (?) antworten:

      Drei Beispiele: 1. Am Klopstockplatz die Damenmodeboutique Tonja Zeller: Ein einsames blaues Wollkleid im Schaufenster, der Preis: 750€. Der Laden ist durchschnittlich 3 Stunden pro Tag geöffnet, Kundinnen habe ich dort noch nie gesehen. Verschwendungsökonomie par excellence. 2. Lisztstraße: Vor etwa zwei Wochen wurde dort eine 68qm große Wohnung vermietet. Dunkel, kleiner Balkon, „luxussaniert“ (Pitchpine, Küchenblock in Eiche). Der Mietpreis 1750€ netto kalt. Der Makler hatte keine große Schwierigkeiten bei der Vermietung. 3. Die Anzahl der „migrantischen“ Wohnbevölkerung in Ottensen hat sich innerhalb von 9 Jahren von 25% auf 11% verringert (Quelle: Hamburger Abendblatt). In der Grundschule Rothestraße muss man inzwischen migrantische Kinder mit der Lupe suchen, in der Grundschule Bahrenfelderstraße hat sich die Zahl ausländischer Kinder halbiert. Die jungen zugezogenen „deutschen“ Familien nehmen diese Entwicklung mit Befriedigung zur Kenntnis.

      Ich bestehe darauf, dass die 3 Beispiele einen inneren Zusammenhang abbilden. Man nennt dies gemeinhin Gentrifizierung. Es ist ein sozialökonomischer Entwicklungsprozess, bei dem verschiedene Faktoren zusammenwirken – und bei dem zweifellos das nach Anlage suchende Immobilienkapital eine Hauptrolle spielt. Es findet ein schleichender Bevölkerungsaustausch statt – Wohnen und Leben in Ottensen ist inzwischen ein verdammt teures Vergnügen.
      Mein Fokus auf die Überschwemmung des Stadtteils mit hochpreisigen LifeStyle-Boutiquen sollte beispielhaft diesen Zusammenhang darstellen – es sind halt Unternehmungen, die u.a. auf diese „neue“ Ottenser Bevölkerungsstruktur zielen, die pekuniär gut ausgestattet und konsumorientiert überhaupt kein Problem damit hat, ihren Espresso aus finnisch designten Tässchen zu trinken, die man im Küchenstudio in der Ottenser Hauptstraße für knapp 30€ ohne Untertasse erstehen kann. Dem größeren Teil der verbliebenen Ottenser Bevölkerung sind solche Vergnügungen nicht zugänglich: Sie müssen ihr beschränktes Geldvermögen für lebensnotwendigere Dinge ausgeben.

      Ich rede also über Geld. Das mag für diejenigen, die über überschiessende Zahlungsmittel verfügen irgendwie peinlich sein. Geld hat man zu haben. Nur: Ich habe meine Schwierigkeiten mit Menschen, die den hippen, teuren Lifestyle der neuen geldbürgerlichen Klasse in Ottensen als soziale Norm festschreiben wollen und der Masse der hier -noch- lebenden Menschen höchstens noch einen Platz am Rand zugesteht. ( Ich empfehle einen Besuch des „Mittagstischs für Arme“ am Hohenesch – da sitzen sie, ziemlich versteckt: Die Armutsrentner, die arbeitslosen alleinerziehenden Frauen mit ihren Kindern, eine Truppe geringverdienender Gerüstbauer, polnische Aushilfskräfte, afrikanische Aushilfsköche, die illegal in den hippen neuen Ottenser Restaurants für 4 €/Std. arbeiten, türkische Schlüsselkinder nach der Schule, sogar ein paar Studenten…) „It’s the economy, stupid“ sagte mal Bill Clinton. Recht hat er .

      Das Qualitätsargument. „Gute Qualität kostet gutes Geld“ schreibt Claudia und recht hat auch sie. Einige Kritiker haben es sich zur Aufgabe gemacht, mir in langen Zuschriften über fürchterliche Arbeits- und Produktionsbedingungen bei der Herstellung von Billigtextilien in asiatischen Ländern zu berichten. Ich fühle mich agitiert, muss aber feststellen, dass mir die mitgeteilten Tatsachen durchaus seit längerem bekannt sind.
      Demgegenüber wird auf handwerkliche Qualität,Haltbarkeit, giftfreie textile Stoffe, und faire Arbeitsbedingungen für die europäischen Hersteller der „Qualitätsware“ verwiesen..
      Wir befinden uns hier in einem Dilemma. Wer würde nicht gerne mit ein paar handgestichelten ungarischen Slippern für 350€ an einem heißen Sommertag durch die Stadt laufen? Ich auf jeden Fall. Nur: Das gibt mein Budget nicht her- ich kauf mir die Treter gezwungenermaßen bei Armbruster, ignoriere die Produktionsbedingungen und freu mich über die gute Passform. Und hab ein schlechtes Gewissen. Und so geht’s der Masse der Leute. Ich habe im Übrigen einer Initiative für faire Kleidungsherstellung in der Dritten Welt gerade 30€ überwiesen und weigere mich, einen H&M-Laden überhaupt nur zu betreten. Mehr kann ich gegenwärtig nicht machen.
      Die REALEN Produktionsbedingungen bei der Herstellung der handwerklichen „Qualitätsware“ werden im Übrigen auch gern verschleiert. Wo wird produziert, woher kommen die Rohprodukte, werden sie auf Schadstoffe überprüft, wieviel verdienen die realen Produzenten der Ware? Konkret: Was bezahlt die Mützenboutique ihren Strickerinnen? Wo stricken die? In der Ukraine? Wo kommt die Wolle her und wo wurde sie mit was gefärbt?
      Warum steht -ganz klein- auf der Verpackung des teuer erstandenen Teeservice im dänischen Design „Made in China“?
      Was bezahlen die Betreiberinnen der neuen Damenmodeboutique im alten Messerladen ihren Näherinnen? Ich denke, solche Fragen werden nicht so häufig gestellt – man kauft ja im „Shop seines Vertrauens“.

      Genug jetzt, die Debatte geht weiter – es wird Zeit, dass wir uns über die Frage, wie und unter welchen Bedingungen wir in Ottensen leben wollen, endlich mal wieder -möglichst öffentlich – gepflegt streiten. Danke auch für die vielen Kommentare, die nicht öffentlich erscheinen sollen.

      * Ok, die „Herrenmodeboutique“ im alten Messerladen wird also eine „Damenmodeboutique“. Die Leute, die dort mit dem Umbau beschäftigt sind, haben es mir anders erzählt. Ich hab’s geändert.

      Rantanplan
      .

  4. Hannes schreibt:

    Eine spannende Diskussion! Die von R. gestellten Fragen berühren eben auch unseren Lebensstil und die Handlungsspielräume jedes Einzelnen. Was kaufe ich, was nicht? Wie gelange ich nach Süden in den Urlaub? Brauche ich wirklich eine neue Jacke oder ein größeres Auto? Wo lege ich meine Ersparnisse an (wenn ich denn welche habe) usw. sind eben politische Fragen. „Das Private ist politisch“ hieß es mal. O.k., ein anderer Satz hieß „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ „Die Welt verändert sich eben, da kann man nichts machen“ scheint mir genauso wenig hilfreich wie moralischer Rigorismus. Aber sich auseinanderzusetzen mit möglichen Folgen des eigenen Handelns und alternative Handlungsmöglichkeiten zu suchen finde ich allemal sinnvoll. Um nicht stehen zu bleiben beim Klagen, dass alles immer schlimmer wird, möchte ich noch hinweisen auf einige neuere Läden im Stadtteil, die ich sehr gerne aufsuche:
    Der „Vogel“ war eine Institution – das „Hatari“ ist inzwischen auch eine. Trashige Mischung aus Dorfkneipenmöbeln statt cooler Chic, preiswertes Essen (Pfälzer Küche und Wein und – na ja, Hamburger mit Pommes, die aber bio) und super kinderfreundlich („Dass man hier auf die Tischdecke malen darf“ freute meine Enkelin Emilia besonders).
    Der Fahrradladen an der Ecke Hohenzollernring / Friedensallee repariert mein Fahrrad immer absolut verlässlich und berät mich nett und kompetent.
    Und dann natürlich die Bio-Genossenschaft „Warenkorb“ in der Großen Brunnenstraße, wo freundliche Menschen offensichtlich gerne ihre Arbeit machen, als Kollektiv, und wo auch der tägliche Einkauf Freude macht. Und das Ganze so erfolgreich, dass sie z.Zt. einen Aufnahmestopp haben, damit der Laden nicht zu rummelig wird – also mal was ganz Anderes als das „Modell Gier“.
    Ja, und schließlich – da wären wir bei R.s Thema – mein griechischer Änderungsschneider in der Friedensallee, den es allerdings schon länger gibt. Der nähte mir neulich einen neuen Reißverschluss in meine Jacke ein – viel besser als vorher! Da bringe ich meine Klamotten immer wieder gerne hin und spare mir die Frage, wo ich neue kaufe. Mit dem Geld, das ich so gespart habe, gehe ich dann ab und zu richtig gut essen mit meiner Liebsten, z.B. ins La Provence, wo früher Irmi drin war (auch wenn man jetzt diskutieren könnte, ob das noch ganz politisch korrekt ist).

    Hannes

  5. rantanplan102 schreibt:

    Ein Hinweis: Eine der Kommentatorinnen dieses Artikels hat mich benachrichtigt, dass ein Fenster ihrer privaten Wohnung mit Farbe beschmiert wurde. Sollte dies eine Reaktion auf ihre Meinungsäußerung auf diesem Blog sein, kann ich nur sagen: Wer immer meint, die Debatte auf solch „niveauvolle“ Art und Weise führen zu müssen, kann von mir keinerlei Verständnis erwarten.
    Sicher: Der Widerstand gegen die endgültige Gentrifizierung Ottensens mag ihre praktischen Formen finden – es gibt eine Menge Erfahrungen aus vergangenen Auseinandersetzungen.
    Eine Diskussionsteilnehmerin auf diesem Blog aber auf diese feige Art und Weise zu belästigen und zu verängstigen, ist einfach blöde, unpolitisch und menschenfeindlich. Hört auf damit!

  6. Charlotte Spehr schreibt:

    Es ist wie neuerdings immer: erstmal dagegen sein.
    Ottensen hat immernoch seinen Charme behalten! Die Zeiten ändern sich -somit auch das Klientel
    Und das Angebot.
    Wie lange mussten alteingesessene Geschäfte kämpfen (z.B. DieInteressentengemeinschaft liebenswertes Ottensen) um dem Schmuddelimage zu entkommen. Nun sitzen keine Punker mehr am Spritzenplatz.Man kann ohne angebettelt -oder auch angepöbelt -wieder entspannt einkaufen. Auch zu moderaten Preisen-aber das ist ja wohl nicht einer Recherche Wert????
    Ich bin in diesem Stadteil aufgewachsen,habe hierbgearbeitet und lebe hier jetzt immernoch UND DAS GERN!!!!
    Charlotte

    • rantanplan102 schreibt:

      Tja – wenn das Lebensbedürfnis des gewöhnlichen Ottenser Bürgers seine Erfüllung in Shopping-Aktivitäten im charmanten Ambiente finden würde – ohne dem Anblick schmuddeliger Punks, Bettler und Straßenmusikanten ausgesetzt zu sein: Dann kann ich gut verstehen, dass du dich inzwischen in Ottensen ganz wohl fühlst. Es gibt aber ne Menge Leute hier, die unter „Leben“ im Stadtteil was anderes verstehen. Selbst die gerade zu Ende gegangene ALTONALE (die man zu Teilen sehr kritisch sehen kann) hat gezeigt, wie viele Menschen im Stadtteil musikalisch, künstlerisch, handwerklich und sozial engagiert sind, ohne sich einem allgemeinen Verwertungs- und Verkaufsmechanismus zu unterwerfen…LEBEN: Sollte das wirklich nur „charmantes Shoppen“ sein?
      Übrigens: Eine „Interessengemeinschaft liebenswertes Ottensen“ ist mir vollständig unbekannt.

      • Charlotte Spehr schreibt:

        Das war ein Zusammenschluss Ottenser Kaufleute,die das „liebenswerte Ottensen“erhalten wollten.

    • Lisa Wagenknecht schreibt:

      Was haben Punker mit Schmuddelimage zu tun? Bedenken sie, dass die Punkband „die Totenhosen“ bei der Siegesfeier auf ihrer CDU-Wahlparty, zur Anwendung kam.

      Darüber hinaus kann ich die Befürchtungen des Autoren nur bestätigen, solche Einkaufsläden, zeichnen das Ende eines lebendigen Wohnviertels ab. Fahren sie mal nach Berlin-Mitte, da wohnt kein Otto-Normal-Bürger mehr. Auch dort gibt es gesamte Straßenzüge mit ebensochen Boutiquen T-Shirt für 100Euro, Hose 280Euro etc.. Es gibt auch spezielle Ketten die Global agieren bei denen es genau das Konzept ist, maßloss überteuerte Ware anzubieten, mit weit auseinander gestreuten Fillialen damit die Kunden ja nicht mitbekommen, das ihr 500Euro Kleidchen gar nicht so Exklusive ist. Und sie min. 400 Euro für ihr eigene Dummheit bezahlt haben.

  7. D. aus O. schreibt:

    und die Punks werden niemals gänzlich vom Spritzenplatz verschwinden! Warum auch?

  8. Pingback: AND IN THE BEGINNIG THERE WAS.. ein sehr schlechtes Gewissen | oekotussi_hamburg

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