Pädophilie in der Linken -Eine Hamburger Erinnerung aus alter Zeit-

 

Intro

Die öffentliche Debatte über sexuellen Kindesmissbrauch war in den letzten Monaten abgeebbt. Die angegriffenen Institutionen bemühen sich inzwischen in Kommissionen,  Arbeitskreisen und Opfer-Täter-Gesprächskreisen , ihre öffentliche Reputation durch „konsequente Aufklärung“ einigermaßen wieder herzustellen, häufig werden den Opfern geldwerte Entschädigung angeboten, der eine oder andere Prozess steht noch aus . Die männerbündischen Institutionen (Kirchen, Sport-und Jugendgruppen, reformpädagogische Einrichtungen, Einrichtungen der Jugendhilfe etc.) zeigen sich betroffen und zerknirscht, geloben Besserung und postulieren eine „Kultur der Aufmerksamkeit“ hinsichtlich der Gefahren von Kindesmissbrauch durch ihr erwachsenes Betreuungspersonal. Man wird sehen, was daraus wird.

Nun also die GRÜNEN.  Natürlich ist die hysterische Aufregung über die programmatischen Beschlüsse der gerade gegründeten GRÜNEN Anfang der 80er Jahre  wesentlich dem gerade beendeten Wahlkampf geschuldet.  Die inzwischen gealterten CDU-Granden  hatten noch 1984, als zum ersten Mal im Bundestag von einer grünen Rednerin der Tatbestand der –damals immer noch nicht strafbewehrten – Vergewaltigung in der Ehe in die öffentliche Debatte eingebracht wurde, das „Hohe Haus“ in eine johlende sexistische Männerhorde verwandelt. Nun war späte Revanche angesagt: Jeder GRÜNE, der in den frühen 80er Jahren eine Streichung des  §176, der das Verbot sexueller Beziehungen zwischen Minderjährigen und Erwachsenen regelte, unterstützt hatte, sollte umgehend von seinen politischen Posten zurücktreten . Die persönlich angegriffenen GRÜNEN reagierten so, wie man’s erwartet hatte:  Sie schützten Erinnerungslücken vor, ließen sich (wie Trittin) vom weiblichen Spitzenpersonal der Partei verteidigen oder verhedderten sich wie Volker Beck in spitzfindige Auseinandersetzung über die Authentizität von Texten, die er (damals) geschrieben hat.

Der von der grünen Parteispitze mit der „Aufklärung“  beauftragte Professor  Walter erwies (und erweist) sich immer mehr als Flop. Er und sein Team veröffentlichten vor der Wahl in der Art von Wasserstandsanzeigern  penibel recherchierte Protokolle, Beschlüsse und Kommunalwahlprogramme der frühen GRÜNEN, die die Streichung des § 176 zum Inhalt hatten:  Ein Fest für die Pressemeute, ein Aufreger für die konservativen politischen Gegner. Inzwischen hat’s auch die damalige Jugendorganisation der FDP erwischt.  Und: Den GRÜNEN wird  es auf diese Weise leicht gemacht:  Man gibt zerknirscht zu, Anfang der 80er sexualpolitischen Unsinn geredet und beschlossen zu haben, die „Indianerkommune“ habe  jeden Parteitag chaotisiert, aber: 1984 wär die Sache durch eindeutige Festlegungen abschließend geregelt worden. Klappe zu, Affe tot.

Nur:  Im Gegensatz zu heute waren die GRÜNEN in den 80er Jahren eine „linke“ Partei. Ihre Mitglieder waren sozialisiert durch die antiautoritäre Studentenbewegung, durch die Hippiekultur, durch linke Organisationsansätze, durch einen sozialkulturellen Aufbruch, der die „Befreiung der Sexualität“  als fundamentalen Bestandteil allgemeiner  menschlicher Emanzipation verstand. Selbst wenn die heutigen Grünen –aus verständlichen parteitaktischen  Motiven- kein gesteigertes Interesse an der Aufarbeitung ihrer frühen  „Verirrungen“ mehr hat:   Für heutige  Linke sollte es selbstverständlich und notwendig sein, einen erinnernden Blick auf eine Vergangenheit zu werfen,  deren Bestandteil über Jahre hinweg die Verweigerung der Unterstützung für Kinder und Jugendliche war, die von „pädosexuellen Wohltätern“ gefickt wurden.

Pädophile, Schwule und Feministinnen:  Eine banale Begriffsklärung

Merkwürdig:  In der Debatte über sexuellen Kindesmissbrauch der letzten Jahre kommen die missbrauchten Mädchen nicht mehr vor.  Dabei sind sie es, die den größten Teil der Opfer ausmachen:  Im Gegensatz zum Missbrauch an Jungen finden hier die Taten meistens in einem quasi „privaten“ Umfeld statt:  Familienangehörige, Verwandte und engere Bekannte machen einen großen Teil der Täter aus –bei den Jungen verlagert sich das Täterprofil in einen weiteren sozialen Raum:  Fußballtrainer, Pfarrer, Diakon, Pfadfinderführer, Sozialarbeiter, Lehrer sind nicht unbedingt an die familiäre Struktur angedockt – die Aufdeckung des Missbrauchs an Jungen führt deshalb auch häufig zu größerer medialer Aufmerksamkeit als ein an Mädchen begangenes Delikt im familiären Bezugsrahmen. Onkel Hartmut sitzt eventuell seine 2 Jahre im Knast ab, ohne dass die BILD davon weiter Notiz nimmt – Lehrer Dirk dagegen wird auf die Titelseite geknallt. Trotzdem:  Es ist schon einigermaßen verwunderlich, dass die verdienstvollen –aus dem feministischen Bereich stammenden- Hilfsorganisationen gegen Kindesmissbrauch (Wildwasser etc.) in der aktuellen Debatte nicht das Wort ergriffen haben – der 12jährige Junge,  der im Ferienlager vergewaltigt worden ist, scheint wohl nicht zur bevorzugten Klientel zu gehören.

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Nein: Nicht alle Schwule sind pädophil…. aber: pädophile Männer,  die auf kleine Jungs stehen, sind schwul.  Einfacher Satz – großes Getöse. Darf man das sagen?  Dabei ist die Sache doch so einfach: Der Diakon, der auf der Ferienfreizeit morgens früh seine Jungs durch zarte Penismassage in den Tag hilft, hat ein spezifisches Begehren:  Er begehrt junge, kindliche männliche Sexualobjekte. Sein Begehren weicht sicher ab  von den Bedürfnisstrukturen der meisten Schwulen, es bleibt aber eindeutig homosexuelles  Begehren. Opa Erwin, der abends seine 5jährige Enkelin auf den Schoß nimmt und intensiv ihre Sexualorgane untersucht, ist ein heterosexueller Pädophiler. Er begehrt auf eine deviante und gesellschaftlich geächtete,  aber trotzdem eindeutig heterosexuelle Weise.

Es ist skandalös, dass die Debatte um den sexuellen Missbrauch an Jungen bisher ohne die Intervention der schwulen Szene auskommen muss. Hier herrscht dröhnendes Schweigen. Man habe damit nichts zu tun – ein einziger Witz: Im homosexuellen –wie im heterosexuellen Bereich sind die Grenzen für jeden, der hinguckt, fließend. Die Schwulenbewegung bei den GRÜNEN hat sich in der „Arbeitsgemeinschaft für Schwule und Pädosexuelle“ (SchwuPs) in ihrer Entstehungsgeschichte offensichtlich miteinander verbunden gefühlt. Der Besuch eines gewöhnlichen schwulen Buchladens, die Lektüre schwuler Magazine, Websites und Pornoseiten macht zumindest eines deutlich: Diese Hochglanzseiten der Objekte schwulen Begehrens wandern oft auf einem schmalen Grad: Natürlich sind die abgebildeten und agierenden  virtuellen Sexualobjekte alle volljährig („Just 18“), dem unbefangenen Betrachter erscheinen sie allerdings häufig wie Teenage-Boys  im Alter von 13-17 Jahren.  Kriminell wird’s bei den Werbeangeboten verschiedener Airlines und Reisebüros in den schwulen Medien:  Hier stehen (neben Tel Aviv) Destinationen wie Cuba, Philippinen, Thailand  und dann und wann sogar Kambodscha im Angebot – die globalen Hotspots für kleine, durchaus nicht volljährige „willige“ kleine Jungs.

Klar ist: Pädophiles sexuelles Begehren ist massenhaft  verbreitet, bei Schwulen und Heteros, bei Männern und auch Frauen – anders lassen sich die millionenfachen Zugriffe auf Kindersex-Websites nicht erklären.  Der kindliche, noch „unschuldige“ Körper scheint für den erwachsenen Menschen mit gestörten sexuellen Beziehungsstrukturen eine Faszination auszuüben, die ihm einen Ausweg aus seiner Misere möglich macht: Die Ausübung von Macht, ein sexueller „Alleinvertretungsanspruch“, die Anerkennung als „liebevoller Partner“,  das „jus primae noctis“ – insgesamt eine quasi sexualtherapeutische Verjüngungskur.  Dieses Begehren  -wenn es denn erst mal vom Menschen Besitz ergriffen hat- lässt sich nur schwer unterdrücken.

Aber  es sollte alles dafür getan werden, damit es nicht praktisch wird. Durch gesellschaftlichen moralischen Druck, durch Strafbewährung sexueller Beziehung Erwachsener mit Minderjährigen, durch Therapieangebote……..einfach durch die Verfestigung eines der wenigen gesellschaftlichen TABUS, für das es sich zu kämpfen lohnt:  Kinder sind keine Sexualobjekte für Erwachsene.

Wär doch wirklich schön, wenn sich auch die schwule Szene dann und wann mal in diesen Tabuisierungsprozess aktiv einklinken könnte.

Vor 40 Jahren: Eine kleine Hamburger Erzählung

Der Erinnerungsapparat ist ein eigen Ding. Zu viel ist verschüttet, verborgen auf der Festplatte des menschlichen Gehirns, die Defragmentierungssoftware verharrt im Ruhestatus. Manchmal  bedarf es eines  aktuellen Ereignisses, um dem Erinnerungsvermögen  auf die Sprünge zu helfen – auf einmal fügt sich wieder zusammen, was zusammengehört, die Klarheit kehrt zurück, die Gesichter aus der Vergangenheit verdeutlichen sich, Namen sind wieder präsent. So auch hier.

1971-72. Der  19jährige verlässt nach dem Abitur die rheinische Provinz und kommt nach Hamburg, um hier Sozialwissenschaften zu studieren. Er ist politisch sozialisiert in der linken antiautoritären Schülerbewegung dieser Zeit, muss sich in Hamburg neu sozial und politisch orientieren und landet in einer großen Männerwohngemeinschaft auf  St. Pauli. Die durchschnittlich 5 Jahre älteren Genossen  sind politisch aktiv, freundlich, hilfsbereit und alle schwul.  Nachdem er sich einigen „Verführungsversuchen“ mit hinreichender Deutlichkeit widersetzt hat, wird er ohne Umstände in der WG als heterosexuelle Minderheit akzeptiert. Er integriert sich ins WG-Leben, obwohl ihn die latent sexualisierte spezifisch schwule Alltagskommunikation zunehmend irritiert.  Er ist neu hier, er lernt, er beobachtet.

Die Genossen sind alle aktiv in der HEIMKAMPAGNE.  Die Heimkampagne:  Eine länger laufende Kampagne großstädtischer studentischer linker Gruppen,  die die verheerenden Zustände in den geschlossenen staatlichen und kirchlichen Erziehungsheimen öffentlich skandalisierte und auf der praktischen Seite die damals so genannten „Heimzöglinge“ aufforderte,  aus den Heimen wegzulaufen und sich bei den großstädtischen Kontaktadressen zu melden.  Hier wurden sie in die Öffentlichkeitsarbeit einbezogen  als  authentische Zeugen von Gewalterfahrung, sexuellen Übergriffen und einem Heimordnungsregiment, das in seinen sadistischen Grundzügen selbst in der bürgerlichen Öffentlichkeit für Aufsehen sorgte.  Es gelingt der Heimkampagne, viele der „Entlaufenen“ auf Grund der medialen Aufmerksamkeit zu legalisieren, in Pflegefamilien oder offene Jugendhilfeeinrichtungen zu vermitteln – einige Heime müssen auf Grund des öffentlichen Drucks aufgelöst und geschlossen werden (prominentestes Beispiel:  das katholische Don Bosco-Heim in Köln).

Zentren der Kampagne waren Frankfurt, München, Köln und Hamburg,  die Fraktion der radikalen Linken, die sich an die „Randgruppenstrategie“ anlehnte, sah hier eine exemplarische Interventionsmöglichkeit – Ulrike Meinhof drehte ihren Film über die Situation junger Mädchen in geschlossenen Anstalten,  in Frankfurt gelang es zeitweise, größere Gruppen von „Weggelaufenen“ in politische Zusammenhänge zu integrieren. Insgesamt also eine gesellschaftlich wirksame, erfolgreiche und notwendige Kampagne.

In Hamburg wurde die Wohngemeinschaft in St. Pauli zu einem Zentrum der Kampagne. Hier wurde koordiniert, hier war erster Anlaufpunkt für die „Entflohenen“ – wochenlang  war die WG von einer Menge weggelaufener Jungs  (Mädchen gab es nur wenige) bevölkert.  Die Genossen kümmerten sich mit viel Engagement um jeden Jungen,  bereiteten Pressekontakte, Interviews  und Veranstaltungen vor, begleiteten die Jungen auf ihren Behördengängen, suchten Pflegefamilien und organisierten Kundgebungen vor den –vor allem schleswig-holsteinischen – Heimen. Eine große Hilfe war damals die Hamburger Morgenpost, deren linker Chefredakteur Hartmut Schulze  (er wurde nach nur kurzer Zeit von den SPD-Eignern gefeuert)  täglich über das Schicksal der Heiminsassen berichteten ließ.

Der junge, neuhamburger Student beteiligte sich mit Begeisterung an der Kampagne – bis ihn die „Verkehrsformen“ in seiner  Wohngemeinschaft am Sinn dieses Engagements zweifeln ließen.

Ein Tag von vielen:  Im Verlauf des Tages  trudelten  mehrere aus den Heimen geflohenen Jungen in der WG ein: Es konnte geduscht werden, es wurden Berge von Spaghetti gekocht, die weiteren Schritte wurden besprochen, erste Interviews gemacht, Bier getrunken, gequatscht, laute Musik gehört  – es war für die meisten Jungen eine befreiende, lange nicht mehr erfahrene Atmosphäre. Der Abend endete für sie mit der Verteilung auf die Zimmer der Genossen.  Hier durften dann die teilweise tief traumatisierten und verletzten Jungs erste Erfahrungen mit der sexuellen Zudringlichkeit ihrer „Betreuer“ machen.  Der sexuelle Zugriff auf die Körper (und Seelen) der Jugendlichen und  Kinder wurde von allen praktiziert und akzeptiert –er konnte gehört und gesehen werden (viele Türen  der WG-Zimmer standen auch nachts offen –  ein Element der propagierten Überwindung von bürgerlicher Privatheit).  Am WG-Frühstückstisch herrschte regelmäßig am nächsten Morgen eine gedrückte und  verwirrte Stimmung – niemand wollte mehr reden. An eine Situation erinnert sich der Verfasser dieses Berichts noch genau:  Als einer der Genossen  am Frühstückstisch seinen  „Bettpartner“  zärtlich streicheln wollte, sprang dieser auf,  brüllte „Ihr seid  ja auch nur schwule Säue“ und rannte türenschlagend aus der Wohnung. Eisiges Schweigen in der WG.

Verwirrt war auch unser junger Student:  Hier lief etwas völlig Falsches ab. Nach langem Überlegen machte er den Genossen einen Vorschlag: Er selbst wollte sein Zimmer für die Zeit der Kampagne räumen – es  sollte ein Matratzenlager entstehen, damit die Jungen ungestört dort zusammen schlafen konnten. Der Vorschlag wurde abgelehnt – man sah keinen Grund dafür. Er musste deutlicher werden:  Ob die Genossen wirklich sicher wären, dass die Jungen aus freiem Willen  ein sexuelles Verhältnis mit  ihnen eingehen würden. Dies wurde mit Emphase bejaht. Im Zusammenhang  mit dieser Diskussion lernte unser junger Student die gängigen Argumentationsmuster der Verschleierung pädosexuellen Begehrens kennen, die auch heute noch jedem Pädophilen zur Rechtfertigung seines Verhaltens dienen:  Die Jungs hätten durch sie zum ersten Mal  (auf schonende Weise) erfahren, wie Zärtlichkeit und Sex zusammenhänge.  Die Verführungssituation wäre eindeutig von den Jungen ausgegangen – man selbst wolle immer nur kuscheln. Eine „aktive“ Penetration habe nicht stattgefunden – das erfordere die Achtung vor dem jugendlichen Körper.  Den Jungen wäre Sex mit männlichen Partnern nicht fremd – in den Heimen habe  man ja schließlich auch keine andere Möglichkeit gehabt.  Der Höhepunkt der Diskussion war erreicht, als der Oberguru der WG trocken konstatierte: „Das sind alles harte Jungs. Die stehen das durch.“ Tja, der Typ war damals schon ein Arschloch und ist es auch heute noch.

(Bei der Darstellung dieser Diskussion wurde auf Tagebucheintragungen zurückgegriffen – die Äußerungen sind authentisch, die geschilderten Ereignisse zogen sich über Wochen hin.)

Der junge Student beschloss, die WG zu verlassen. Direkter Anlass war eine „Solidaritätsfete“ mit den jungen Heimflüchtlingen, die in einer  WG in der Hamburger Brahmsallee stattfand und an der die Mitglieder seiner WG teilnahmen. Es waren etwa 15 Männer anwesend, keine einzige Frau, ein knappes  Dutzend  weggelaufene männliche Kinder und Jugendliche.  Gedämpftes Licht, viel Bier,  laute Rockmusik.  Im großen Wohnzimmer der WG entwickelte sich nach kurzer Zeit eine „Kuschelorgie“ , bei der die Jungen die sexuellen Zudringlichkeiten ihrer „Wohltäter“ im Wesentlichen passiv erduldeten – ihnen war es auch offensichtlich hochnotpeinlich,  sich im quasi öffentlichen Raum den sexuellen Bedürfnissen erwachsener Männer unterwerfen zu müssen. Den Klimax dieser „Solidaritätsfete“ hat unser junger Student nicht mehr  miterlebt – angewidert hat er die Fete verlassen und noch am selben Abend beschlossen, mit diesen „Genossen“ radikal zu brechen. So ist es dann auch geschehen.

40 Jahre ist das nun her – über seine Erfahrungen und Erlebnisse hat er wenig geredet – das ist wohl auch auf ein Gefühl des Versagens zurückzuführen: Er hat nicht interveniert, nichts öffentlich gemacht – auch den nicht betroffenen Mitgliedern der Heimkampagne  hat er sich damals nicht offenbart.

Was ist aus den pädophilen Wohltätern geworden?  Er hat nicht den Überblick, einigen läuft er manchmal über den Weg.  Ein paar Gesichter tauchten auf im ersten schwulen Hamburger Männerchor, den ein inzwischen omnipräsenter Kultur-Impresario in den 70er Jahren gegründet hatte. Einer ist ein inzwischen pensioniertes  hohes Tier im Hamburger  Behördenapparat, einer spielt noch eine Rolle in der lokalen Hamburger GRÜNEN-Politik,  einer  ist ziemlich abgebrannt und gibt Nachhilfestunden, einer wurde DKP-Funktionär… alte Männer halt.  Manchmal stellt er sich vor,  wie diese Typen rund  um den Hamburger Hauptbahnhof  und in St. Georg herumstreichen – auf der Suche nach verelendeten bulgarischen oder rumänischen kindlichen Jungs, die ihnen gegen 50 € zu Diensten sind…

Fazit

Ein HOCH auf die damaligen –nicht betroffenen- Mitglieder der Hamburger Heimkampagne, die aus politischen, gesellschaftlichen und moralischen Gründen das System der staatlichen und kirchlichen „Erziehungshilfe“ angegriffen und denunziert haben:  Sie haben die wesentlichen repressiven Elemente dieses Systems zum Einsturz gebracht und –zumindest temporär- die Vertreter eines Konzepts der „geschlossenen Heime“ unter gewaltigen Legitimationszwang gesetzt. Sie haben vielen aus den Heimen geflohenen Jungen und Mädchen eine neue Lebensperspektive eröffnet. Sie waren die große Mehrheit in den Kampagnengruppen – dieser Artikel soll ihre damalige politische Arbeit nicht herabsetzen.

Volle VERACHTUNG dagegen für diese Gruppe pädophiler „Linker“ (ja, es waren Leute aus der linken Szene!),  die sich innerhalb dieser Kampagne ein bequemes Setting gebastelt haben, um ihr sexuelles Begehren an traumatisierten, hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen exekutieren zu können. Mögen sie in der Hölle schmoren.

Und die Opfer?  Verschwunden, weggeweht sind sie in die Welt. Mögen sie –trotz allem- ein gutes Leben leben.

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Über rantanplan102

Rantanplan102 macht Musik. Er interessiert sich für Kultur, Literatur, die sozialen und politischen Verhältnisse und natürlich für die Musik. Er liebt die große wilde Natur. Er fühlt sich der internationalen nicht-autoritären Linken verbunden. Er ist zu erreichen unter bluebossa38@gmail.com
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